Lebzeitige Vermögensnachfolge/Vorsorge

Die Gestaltungsmöglichkeiten des Einzelnen, wer das eigene Vermögen erhalten soll, beschränken sich nicht auf erbrechtliche Regelungen. Sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmer kann es sich unter gewissen Umständen als günstiger darstellen, bereits vor dem Tod Übertragungen im Wege der vorweggenommenen Erbfolge vorzunehmen oder anderweitige Regelungen zu treffen. In einer Vielzahl von Fällen bietet es sich an, bereits zu Lebzeiten Vermögensübertragungen vorzunehmen, beispielsweise um Steuerfreibeträge auszunutzen, aber auch um die Widerrufsfrist, nach der Schenkungen nicht mehr vom Sozialhilfeträger zurückgefordert werden können, in Lauf zu setzen. Neben steuerlichen Aspekten sind hier auch Fragen des Erbrechts (z. B. spätere Pflichtteilsansprüche, Erb- und Pflichtteilsverzicht) und des Familienrechts (z. B Unterhaltsansprüche der Eltern) zu berücksichtigen. Übertragungen zu Lebzeiten dienen häufig auch der Absicherung im Alter.

So können in Altenteilerverträgen umfassende Verpflichtungen zur Pflege und Betreuung getroffen werden, die dem Übertragenden einen etwaigen Heimaufenthalt ersparen können. In diesem Zusammenhang gibt es eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten, auch durch die Einräumung von Nießbrauchs- und Wohnrechten. Ebenfalls vielfältig sind die Gestaltungsmöglichkeiten bei der lebzeitigen Unternehmensnachfolge. Durch eine individuelle Gestaltung, abgestimmt auf die jeweiligen Bedürfnisse und Umstände, helfen wir Ihnen, eine sachgerechte Lösung für Ihre Situation, ausgerichtet an Ihren Vorstellungen, zu entwickeln.

In diesem Zusammenhang sollte auch an die eigene Vorsorge gedacht werden, wenn man zu Lebzeiten nicht mehr selbst seine Belange regeln kann, sei es durch einen Unfall oder Erkrankungen zum Beispiel in Form der Demenz. Für diese Fälle sollte an eine Vertrauensperson eine Vorsorgevollmacht erteilt werden, die dann handeln kann. Auf diesem Wege wird vermieden, dass durch das Gericht ein Betreuer, ggf. auch ein Berufsbetreuer bestellt wird, der sich dann um die Belange kümmern soll und die Wünsche des Betreuten gar nicht kennt. Daneben kann jeder für sich entscheiden, ob er in bestimmten Situationen noch lebensverlängernde Maßnahmen – wie zum Beispiel eine künstliche Ernährung durch eine Magensonde oder auch eine künstliche Beatmung – möchte oder nicht.