Das kommunale Gesundheitsförderungsmanagement

Die Kommunale Gesundheitsförderung, auch kurz KGFM genannt, ist eine Aufgabe des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Das KGFM organisiert Maßnahmen und entwickelt Strategien zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit und der Krankheitsprävention. Von Gesundheitsberichten über Gesundheitsplanung bis zu Gesundheits- und Pflegekonferenzen – das Kommunale Gesundheitsförderungsmanagement setzt sich für die Kinder- und Jugendgesundheit, Seniorengesundheit und die Gesundheit von benachteiligten Menschen ein.

Durch Runde Tische und Gesundheits- und Pflegekonferenzen werden Bürgerinnen und Bürger sowie regionale Experten für die Gesundheitsförderung gewonnen. Gesundheitliche Themen werden sichtbar gemacht, Netzwerke aus-gebaut und Kooperationen angebahnt. Eines der Hauptziele von KGFM ist es, die Bevölkerung zu motivieren und zu befähigen, die eigene Gesundheit zu verbessern und nachhaltig zu sichern.

Ausgehend vom Runden Tisch Leben und Wohnen im Alter in Bergedorf wurden im Bezirksamt Bergedorf fachamtsübergreifend mit Seniorinnen und Senioren, Beratungsstellen und der Wohnungswirtschaft Ziele und Maßnahmen zum Thema Barrierefreiheit entwickelt.

Die Gesundheit von Seniorinnen und Senioren

Zentrale Themen für Senioren in Bergedorf sind die Gesundheit, Selbstständigkeit und Teilhabe bis ins hohe Alter. Das betrifft zum einen die Frage „Wo erhalte ich die adäquaten Informationen über Hilfsangebote und Unterstützungsmöglichkeiten?“, zum anderen „Wo besteht die Möglichkeit zur Teilhabe im Bezirk“? Die Gesundheit von älteren Migrantinnen und Migranten oder das altengerechte Wohnen und Wohnumfeld sind genauso wie Demenz, Sterbebegleitung und Palliativmedizin Themen, die bewegt wurden und werden.

Bergedorfer Gesundheitsgespräche

Die Bergedorfer Gesundheitsgespräche werden von dem Gesundheitsamt Bergedorf, dem Haus im Park der Körber Stiftung und den Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen in Hamburg (KISS Hamburg) durchgeführt. Die Gesundheitsgespräche finden regelmäßig im Haus im Park statt. Der Eintritt ist frei.

Dienstag, 19. Juli 2016, 19.00 Uhr:
Mentalisierungsfähigkeit –
Die Macht der Gefühle.
Die Welt ist im Umbruch.
Wie Gefühle unser Denken bestimmen.
Mit Dr. Claas Happach, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Bethesda Krankenhaus Bergedorf.

Donnerstag, 13.10.2016, 19.00 Uhr:
Im Rahmen der Hamburger Hospizwoche:  Wie versorgt Bergedorf seine Palliativpatienten?
Mit Frau Anita König, Palliativmedizinerin und Chefärztin der Abteilung für Anästhesiologie im Bethesda Krankenhaus Bergedorf.

Die Termine für 2017 werden rechtzeitig bekannt gegeben. 

HASIC Gesund ab 65+

Wie bleibe ich auch im Alter möglichst gesund?

Das Projekt „Healthy Ageing Supported by Internet and Community“, kurz HASIC genannt, ist ein EU-Projekt, an dem die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) und das Gesundheitsamt Bergedorf mit dem KGFM seit 2014 beteiligt sind. HASIC hat zum Ziel, die Lebenssituation älterer Menschen zu verbessern. Hierzu werden von der Hochschule regelmäßig Studierende und Senioren ausgebildet, sogenannte Mentoren, die dann allein oder im Team die Gesundheitsgruppen Gesund ab 65+ durchführen. Teilnehmende treffen sich einmal wöchentlich über acht Wochen. Es sind keine Vorkenntnisse nötig. Die Teilnahme ist kostenlos und unverbindlich. Bislang finden Gruppen im Haus im Park, im Bürgerhaus Westibül, im Haus Brügge, im Bille-Treff und in Lauenburg statt.

HASIC Demenz – Gesund Pflegen

Ab Februar 2016 werden zusätzlich HASIC-Gesundheitsgruppen speziell für pflegende Angehörige von demenziell Erkrankten durchgeführt. Parallel wird vor Ort eine Betreuung der Erkrankten angeboten. Die Teilnahme und die Inanspruchnahme der Betreuung sind kostenlos.

Gesundheitsförderung von älteren Migrantinnen und Migranten

In Zusammenarbeit mit MiMi (Mit Migranten für Migranten) können Informationsveranstaltungen zu Gesundheitsthemen in verschiedenen Sprachen durchgeführt werden. Darüber hinaus gibt es speziell für Seniorinnen und Senioren den Kurs Gesunde Ernährung und Bewegung im Alter fördern. Das interkulturelle Projekt MiMi Hamburg wird von der Hansestadt Hamburg gefördert.

Haben Sie Fragen zu den aufgeführten Projekten? Möchten Sie ein Präventions- oder Gesundheitsförderungsangebot durchführen? Brauchen Sie Unterstützung? Suchen Sie Netzwerkpartner, spezielle Angebote und Anbieter? Dann wenden Sie sich gerne an mich:

Kommunales Gesundheitsförderungsmanagement (KGFM)

Weidenbaumsweg 21, 21029 Hamburg
Ingrid Borgmeier
040 428912042